Hochfeste mechanische Fügeverbindungen unter kombinierter mechanisch-medialer Belastung

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V23-Wett


Kernthesen

  • Weiterentwicklung eines Laborprüfverfahrens zur beschleunigten kombinierten mechanisch-medialen Belastung von hochfesten mechanischen Fügeverbindungen
  • Art der Belastung der Fügeverbindungen (Wechselklima, Freibewitterung, Konstantklima) beeinflusst Gleitkraft im Zugversuch

Zusammenfassung

Fügeverbindungen sind in der Regel nach dem Setzprozess direkt den mechanischen und medialen Belastungen am Einsatzort ausgesetzt. Die Auswirkung dieser kombinierten Belastung auf das Korrosionsverhalten der Fügeverbindungen und der damit einhergehenden Auswirkung auf das Tragverhalten (Gleitkraft) ist für diese Verbindungen nach aktuellem Stand der Technik unzureichend geklärt.

In diesem Beitrag wird ein Laborprüfverfahren vorgestellt, mit dem hochfeste Fügeverbindungen einer kombinierten mechanisch-medialen Belastung ausgesetzt wurden. Dies wurde durch die Kombination einer dynamischen Prüfmaschine und einer Kondensationskammer erreicht, die um eine Elektrolyt-Dosiereinheit erweitert wurde.

Der Elektrolyt kann im Bereich um die Fügeelemente auf die Probe aufgebracht werden. Es konnte gezeigt werden, dass die Zinkauflösung im Bereich um die Fügeelemente durch überlagerte Spalt- und Bimetallkorrosion lokal beschleunigt wird. Außerdem dringt der Elektrolyt in die Zwischenbereiche der gefügten Halbzeuge ein und löst auch dort Korrosionsprozesse aus.

Neben den zu erwartenden Zink-Ionen wurden im gesammelten Elektrolyten mittels Elementaranalyse auch Kaliumionen nachgewiesen. Diese sind ursprünglich Bestandteil der reibungserhöhenden Beschichtung. Die im Zugversuch ermittelten Gleitkräfte unterscheiden sich je nach Auslagerung (Wechselklima, Freibewitterung, Konstantklima) deutlich.


Projekt

EFB 01/216, IGF 24EWBR

Referent: Dr. rer. nat. Daniel Wett, Institut für Korrosionsschutz Dresden GmbH


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