SALCOS. Steelmaking. Reinvented.

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K06-Redenius


Kernthesen

  • Salzgitter Low CO2 Steelmaking (SALCOS)-Konzept seit 2015 mit führender Position in EU-Stahlindustrie
  • CO2-Vermeidung (CDA) bildet bei Stahlherstellung effizienteste und reifste Transformationstechnologie
  • Einstieg mit H2-Träger Erdgas (CH4) spart bereits über 60% CO2 und ist für Übergang ohne Lock-in-Gefahr unverzichtbar
  • Stahl kann als Motor der Transformation bereits vor 2030 substanziell zur Dekarbonisierung und zum H2-Hochlauf beitragen
  • Umsetzung erster SALCOS-Transformationsstufe bereits bis Mitte der 2020er Jahre!

Zusammenfassung

Für eine signifikante Dekarbonisierung der Primärstahlherstellung will die Salzgitter Flachstahl GmbH ein Alleinstellungsmerkmal der Eisenmetallurgie nutzen: Wasserstoff kann bei der Eisenerzreduktion Kohlenstoff ersetzen, was zur Bildung von Wasser (H2O) anstelle von Kohlendioxid (CO2) führt.

Zusätzlich kann die in der Stahlerzeugung und -weiterverarbeitung notwendige Prozesswärme durch elektrische Energie statt durch kohlenstoffhaltige Energieträger bereitgestellt werden.So lassen sich in letzter Konsequenz fast alle CO2-Emissionen der Stahlherstellung direkt vermeiden (Carbon Direct Avoidance).

Mit Blick auf eine großtechnische Realisierung von CDA startete die Salzgitter AG das Projekt SALCOS® (Salzgitter Low CO2 Steelmaking) im Jahr 2015. Das Projekt basiert auf einem modularen Konzept, das die Möglichkeit einer schrittweisen Realisierung bietet. Die große Stärke von SALCOS® ist, dass der Ansatz auf einer großtechnisch etablierten Technologie basiert (erdgasbasierte Direktreduktion), die entsprechend der zukünftigen Herausforderungen weiterentwickelt werden kann.

Daraus ergibt sich technisch die Möglichkeit, relativ kurzfristig (bereits ab 2026) eine signifikante CO2-Reduktion bei der Stahlherstellung durch den Einsatz einer Anlage im industriellen Maßstab zu erreichen.


Referent: Dr. Alexander Redenius, Salzgitter Mannesmann Forschung GmbH


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